Bund sichert Finanzierung von „Kein Täter werden“

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages sichert die Fi-nanzierung des Präventionsprojektes „Kein Täter werden“ im Jahr 2017. Mit dem heutigen Beschluss in der Bereinigungssitzung, werden auch im kommenden Jahr 585.000 Euro für den organisatorischen Überbau des Projekts an der Berliner Charité zur Verfügung gestellt. Der Betrag entspricht dem Betrag des Vorjahres. 

Darüber hinaus wird der Bundestag heute durch Änderung des Sozial-gesetzbuches V die Finanzierung des Präventionsprojektes zukünftig über die Gesetzlichen Krankenkassen sicherstellen, bei der die Anonymität der hilfesuchenden Männer gewahrt bleibt. Der Haushaltsausschuss stellt mit seinem Beschluss nun die Übergangsfinanzierung in Höhe von 585.000 Euro zwischen auslaufender Projektfinanzierung und Umsetzung der Gesetzesänderung sicher. Damit sind die Befürch-tungen des Berliner Senats (vgl. Presserklärung der Senatskanzlei vom 18.10.2016), wonach die Fortführung des Projekts der Berliner Charité wegen eines Rückzugs des Bundes gefährdet sei, gegenstandslos.

Das Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ ist ein Therapie- und Forschungsprojekt, dass seit 2005 am Institut für Sexualwissenschaft und –medizin der Charité angesiedelt es. Pädophil veranlagte Männer können hier anonym Hilfe suchen. Mittlerweile unterhält das Projekt ca. 11 unabhängige Einrichtungen in verschiedenen Bundesländern. Das Netzwerk wird zentral von der Einrichtung in Berlin organisiert. Seither finanziert der Bund das Projekt am Berliner Standort sowie den organisatorischen Überbau des Netzwerks.

Berlin, 10.11.2016
 
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