Finanzprodukte bedeuten für viele Existenz

Mit diesen deutlichen Worten begann die Diskussionsrunde mit Marco Wanderwitz, Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Chemnitzer Umland/Erzgebirgskreis II sowie Kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU- Bundestagsfraktion und Klaus-Dieter Gröhler, MdB am 28. Januar 2015 im Café Wahlkreis. 

Rund 50 Milliarden Euro verlieren Anleger Jahr für Jahr. Dies allein durch falsche Beratung oder weil ihnen ungeeignete Produkte für die Altersvorsorge verkauft wurden. Zu kompliziert sind die Verträge und zu gering die Vergleichsmöglichkeiten. Und das hat Folgen für die gesamte Gesellschaft, denn wenn im Bereich der Anlagenberatung etwas schief läuft, dann wird der Steuerzahler letztendlich dafür aufkommen müssen, wenn zu viele Rentner zu wenig oder falsch vorgesorgt sind und in der Folge auf staatliche Hilfe angewiesen sind.

Deshalb, so betont Marco Wanderwitz, hat die Politik reagiert: „Unser Leitbild setzt auf Transparenz bei Finanzprodukten sowie deren Verlässlichkeit!“

Zudem hat die Bundesregierung neue Vorschriften für Anlageberater und Vermittler auf den Weg gebracht, wie Produktinformationsblätter mit den wichtigsten Informationen knapp und verständlich aufgelistet. Die Banken sind verpflichtet ihren Kunden diese auszuhändigen. Ebenso wie Beratungsprotokolle, die das Beratungsgespräch dokumentieren und gegebenenfalls später vor Gericht als Beweismittel dienen können, bspw. hinsichtlich einer falschen Beratung durch die Bank. Ein weiteres Instrument ist die sogenannte Honorarberatung, bei der keine Provision angenommen werden darf und somit auf eine neutrale Beratung gesetzt wird.

Alle diese Reformen haben eines gemeinsam: „Wir setzen auf den mündigen Bürger!“, so Marco Wanderwitz „der möglichst viele Informationen bekommt, um sich dann kompetent entscheiden zu können!“

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