In vielen Diskussionen hört man inzwischen die Angst vor Überfremdung. Doch lässt sich diese Angst durch konkrete Zahlen widerlegen. Dies geht sowohl aus dem Migrationsbericht 2013 durch das Bundesministerium des Inneren, als auch aus der Zuwanderungsstatistik 2013 für Berlin hervor.

Insgesamt sind 2013 rund 1,2 Millionen Zuwanderer nach Deutschland gekommen. Davon kamen mehr als drei Viertel aus Ländern der EU, d. h. nicht muslimisch geprägten Staaten. Den 1,2 Millionen stehen 800.000 Menschen gegenüber, die aus Deutschland weggezogen sind; mehrheitlich ebenfalls in das europäische Ausland. Dies ist das Ergebnis der in der Europäischen Union erreichten Freizügigkeit.

Bricht man diese Zahlen von Ganzdeutschland auf Berlin herunter, kommt man zu folgendem Ergebnis:

Im Jahr 2013 sind 33.824 Menschen mehr nach Berlin gekommen als Berlin verlassen haben. In erster Linie waren es Polen (+ 3.987), Italiener (+3.188), Spanier (+2.328), Bulgaren, Franzosen, Rumänen, Briten, Russen (+ 1.132), Griechen und Ungarn. Unter den 10 wichtigsten Herkunftsstaaten waren also neun Länder der EU, was die Notwendigkeit eines Einwanderungsgesetzes in Frage stellt. Zuzüge aus der Türkei oder arabischen Staaten waren nicht unter den ersten zehn Heimatländern! Aus Europa zogen insgesamt etwa 58.000 Menschen zu uns, aus Afrika nicht einmal 5.000, aus Asien 12.000. Über 2.000 Menschen verließen Berlin Richtung Afrika, fast 7.000 Richtung Asien. 

Die These, unsere Stadt würde von Zuzügen außerhalb des „Abendlandes“ radikal verändert, findet in der Realität keinen Niederschlag. Die gesamtdeutschen Zahlen sowie jene für Berlin zeigen, dass die Zuwanderungsfakten gegen eine Islamisierung sprechen.

Übrigens sind gerade 5% aller in Deutschland lebenden knapp 81 Mio. Menschen Muslime, von denen sich ein gutes Drittel als sehr stark gläubig bezeichnet, also ca. 1,5 Mio. Menschen.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben