Wie steht es um das jüdische Leben in unserem Land? Diese Frage diskutierten am 21. Oktober im Wahlkreisbüro von Klaus-Dieter Gröhler Bürgerinnen und Bürger mit Dr. Felix Klein, dem Beauftragten der Bundesregierung für den Kampf gegen Antisemitsmus.

Judenfeindlichkeit und jede Form von Extremismus greifen unsere Demokratie an. Staat und Gesellschaft stehen hier gemeinsam in der Verantwortung. Gerade Charlottenburg-Wilmersdorf mit seiner Geschichte und den heute dort ansässigen vielen jüdischen Einrichtungen hat hier eine besondere Verpflichtung. Derzeit entsteht im Bezirk beispielsweise der neue jüdische Bildungscampus der Gemeinschaft Chabad Lubawitsch, ein Beispiel für prosperierendes jüdisches Leben in Berlin.

„Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir in Deutschland heute leben wollen. Die gesellschaftliche Mitte muss sich wieder eindeutig positionieren. Dazu zählt auch das Eingreifen jedes Einzelnen bei antisemitischen Vorfällen“ so Dr. Klein. Die Tatsache, dass nach Meinungsumfragen antijüdische Vorurteile wie eine pauschale Verurteilung als geldgierig noch immer weit verbreitet sind, rief beim Publikum große Bestürzung hervor. Ebenso der Anstieg der Straftaten mit antisemitischem Hintergrund um ein Fünftel. Das jüdische Leben ist Teil unserer Identität, den es zu schützen gilt, war man sich einig. 

Inhaltsverzeichnis
Nach oben