Mit diesen deutlichen Worten stellte der stellvertretende Botschafter des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, Robbie Bulloch, die britische Sicht auf den aktuellen Brexit-Prozess dar. Nicht nur Klaus-Dieter Gröhler, MdB sondern auch die zahlreichen Gäste äußerten ihr Bedauern über den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Im Gespräch verdeutlichte Bulloch, dass die britische Regierung alles unternehme, um einen No-Deal-Brexit, und somit auch eine "harte" Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland, zu verhindern.

Die Zerrissenheit des Parlaments stehe in der Debatte stellvertretend für die Gesellschaft, war doch schon das Referendum nur knapp zugunsten des Austritts entschieden worden, so Bulloch in der anschließenden Diskussion nach seinem einleitenden Vortrag. So brächten Neuwahlen oder ein erneutes Referendum nur weitere, möglicherweise unklare Ergebnisse mit sich. Nicht zuletzt die sehr unterschiedlichen Abstimmungsergebnisse in den einzelnen Teilen des Königreichs mache eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung schwierig.

Auch wenn Großbritannien auf einen "harten" Brexit vorbereitet sei, so versicherte Bulloch doch, dass Großbritannien und Deutschland Freunde und enge Partner bleiben würden.

 

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