Politik am Abend

Arbeit und Verantwortung des Nachrichtendienstes

Am Montag war der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Dr. Bruno Kahl, bei mir im Café Wahlkreis zu Gast, wo er zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Einblicke sowohl in seine Arbeit als auch in die Aufgaben seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gab. 

Dr. Kahl berichtete u.a. über die multiplen Bedrohungen und die Radikalisierung des Nahen und Mittleren Ostens. So sei der Iran eine Macht, die intensiv beobachtet werde, da die Entwicklung zwischen den USA und dem Iran Eskalationspotential besitze und Sorge bereite.

Russland sei immer wieder ein großes Thema, dass man auch in den Jahren 1980-90 nicht vernachlässigt habe. Aktuell würden die Kapazitäten der Beobachtung hochgefahren; dabei gehe es heute um Grenzverletzungen und Cyberangriffe.

Zusammen mit dem Bundesverfassungsschutz sei es im Kampf gegen den internationalen Terrorismus gelungen, geplante Anschläge zu vereiteln.

Auch Deutschlands wichtigster wirtschaftlicher Handelspartner China berge große Gefahren. Der BND-Präsident wies auf die eindeutigen offenen Pläne des Landes hin, in den nächsten Jahren die Weltmacht im Bereich Künstlicher Intelligenz zu werden. Dies gehe mit Raubzug und Spionage einher.

Ein wichtiges Thema sei auch der wachsende Bedarf an Cyberexperten. Aus diesem Grunde biete der BND in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr Studiengänge zur Spezialisierung an.

Eine enge Zusammenarbeit des BND mit anderen Nachrichtendiensten sei unausweichlich.

Zufrieden äußerte sich mein Gast über den Neubau in der Chausseestraße. Der Umzug des Dienstes  von Pullach bei München nach Berlin sei mittlerweile fast vollzogen.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten viele Bürger die Gelegenheit, die unterschiedlichsten Fragen zu stellen, und es entwickelte sich eine rege und sehr interessante Diskussion.

 

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