„Die Feuerwehr ist eine Versicherung, kein Dienstleister“ – Zu Besuch bei der Feuerwache in der Rankestraße

 

Zum Auftakt meiner Besuche der Feuerwehrstandorte in meinem Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf durfte ich heute bei der Feuerwache in der Rankestraße 10-12 zu Gast sein. Nach einem informativen Gespräch mit dem Leiter der Wache, Jürgen Stumpe, hatte ich die Möglichkeit, mich mit einer Gruppe diensthabender Feuerwehrleute zu unterhalten. Gerade vom Einsatz zurückgekehrt, sprachen die Feuerwehrmänner mit mir über ihre alltäglichen Sorgen und Nöte bei der Arbeit in der Großstadt Berlin: Neben dem Mangel an Nachwuchskräften und der daraus resultierenden oftmals mangelnden Besetzung vor Ort, bereitet vor allem das fehlende Bewusstsein der Bürger für die Dringlichkeit des eigenen Anliegens Probleme. „Kopfschmerzen und Übelkeit sind kein Grund, die 112 zu wählen“, erklärte einer der Feuerwehrmänner, „auch kommt man im Krankenhaus in der Notaufnahme nicht schneller in Behandlung, nur weil man mit dem Rettungswagen eingeliefert wird“. Es hat sich gezeigt, dass eine bessere Unterrichtung der Bevölkerung darüber, wann die Notrufnummer gewählt werden sollte und wann beispielsweise der ärztliche Bereitschaftsdienst gerufen werde kann, dringend notwendig ist. Eng verbunden damit war auch der berechtigte Wunsch nach mehr Wertschätzung der Arbeit von Feuerwehrleuten in der Gesellschaft, riskieren sie doch bei Einsätzen unter Umständen ihr Leben.                               

Aber auch die positiven und kraftgebenden Seiten des Berufs wurden betont: „Der Zusammenhalt in der Truppe ist stark und wichtig; hilft dem Einzelnen auch über einschneidende Erlebnisse bei Einsätzen hinweg“, erklärte mir der Leiter der Wache.

Ich freue mich, bereits nächste Woche die Feuerwache Wilmersdorf in der Gasteiner Straße besuchen zu können. 

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