Erfahrungsbericht meiner PPP-Stipendiatin

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) bietet jährlich 360 Schülerinnen und Schülern sowie jungen Berufstätigen die Möglichkeit, mit einem Stipendium des Deutschen Bundestages ein Austauschjahr in den USA zu erleben. Die Teilnehmer leben in den USA in Gastfamilien und nehmen entweder am Schulbetrieb teil oder absolvieren ein Praktikum. Gleichzeitig agieren sie als junge Botschafter unseres Landes. Ich als Abgeordneter des Wahlkreises Charlottenburg-Wilmersdorf habe die Möglichkeit, einen Stipendiaten aus meinem Wahlkreis zu betreuen und ihn mit der politischen Arbeit vertraut zu machen. In diesem Jahr haben sich mehrere Schüler meines Wahlkreises auf dieses Stipendium beworben. Die Auswahl viel mir nicht leicht. Überzeugt hat mich Nina Heitmann, eine  junge Schülerin aus meinem Wahlkreis. Frau Heitmann hat gerade ihren mittleren Schulabschluss absolviert und wird sich nun ein Jahr Pause vom deutschen Schulalltag gönnen und neue Erfahrungen in den USA sammeln. Während dieser Zeit werde ich ihr als Pate bei Fragen zur Seite stehen. Sie war so lieb, uns einen ersten Statusbericht zukommen zu lassen. Hier können Sie ihre ersten Erfahrungen nachlesen!

Mein Name ist Nina und ich bin mit dem PPP-Stipendium für ein Jahr in den USA. Mein erster Monat in den USA, Colorado ist schon vorbei. Die Zeit ist wie im Flug vergangen und ich habe schon so viele tolle Dinge erlebt. Direkt am nächsten Tag nach meiner Ankunft ging die Schule los. Meine High School ist riesig, aber sehr toll. Ich habe hier einen A Day und einen B Day, die sich immer abwechseln. An jedem Tag habe ich 4 Fächer mit verschieden Klassen. Das war anfangs sehr ungewohnt, weil ich in Deutschland ja jeden Tag mit den gleichen Personen in einer Klasse war und nicht für jedes Fach eine andere Klasse mit anderen Leuten hatte.

Ich bin dem Cross Country Team beigetreten und daher habe ich 6 Mal die Woche Training. Das war besonders am Anfang sehr hart, aber es macht super viel Spaß. Wir waren auch einmal zusammen campen in den Rocky Mountains und haben viele Team Treffen. 

Mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich super gut. Ich fühle mich hier sehr wohl und wir machen viel zusammen. Ich habe zwar keine Gastgeschwister, aber das finde ich nicht so schlimm. Meine Gasteltern sind sehr jung, super nett und lustig, daher ist es auch keinesfalls langweilig.

Ich habe das Fach US Government gewählt und da ja bald die Präsidentschaftswahlen sind, ist das ein großes Thema. Wir haben viel darüber geredet, warum manche Leute Trump/Clinton wählen und warum welche gegen ihn/sie sind. Außerdem ist die USA ein riesiges Land (fast 27 Mal größer als Deutschland) und daher sind die Leute hier sehr verschieden. Ich bin sehr gespannt, wer der nächste Präsident wird und sehr glücklich, dass ich diese spannende Wahl miterleben kann.

Das PPP-Stipendium ist wirklich eine super Möglichkeit, das amerikanische Leben wirklich kennen zu lehren, ein zweites zu Hause und neue Freunde zu finden, selbstständiger zu werden und die Kultur und Politik besser zu verstehen. Ich bin sehr dankbar, diese Chance zu haben und kann jeden dazu raten ein Auslandsjahr zu machen. 

Der erste Monat war insgesamt sehr anstrengend und natürlich vermisse ich auch meine Familie und Freunde in Deutschland. Allerdings es ist so spannend, die amerikanische Kultur zu entdecken, die Politik und das ganze Land besser zu verstehen und an Herausforderungen zu wachsen.

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