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04.03.2019, 12:36 Uhr

Politik am Abend: Die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes im Gespräch

Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik in Berlin, berichtete am Donnerstag, 28. Februar, im Café Wahlkreis über die Sicht Frankreichs auf Europa und die „Vision Europas“ des Staatspräsidenten Macron.

Ein besonderer Fokus lag auf der deutsch-französischen Freundschaft, welche am 22. Januar 2019 durch den Aachener Vertrag erneut bekräftigt wurde. Der Aachener Vertrag knüpft an den vor 56 Jahren geschlossenen Elysee-Vertrag an und erweitert ihn dergestalt, dass die Beziehungen nicht mehr auf Aussöhnung, sondern auf eng verbundener Kooperation und Kommunikation beruhen. 
 
Frau Descôtes betonte, dass Deutschland und Frankreich sich gemeinsam den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen müssen. Dazu gehören eine Konvergenz in der Außen- und Sicherheitspolitik und ein Annäherung der noch immer sehr verschiedenen Wirtschaftskulturen beider Staaten. Deutschland und Frankreich treten künftig für eine stärkere militärische Zusammenarbeit ein. Die gemeinsame Entwicklung strategischer Ansätze und engere Abstimmungen in den Vereinten Nationen und anderen multilateralen Organisationen sind Teil der vereinbarten Ziele. Um die Herausforderungen der Zukunft effizient meistern zu können, müssen sich Deutschland und Frankreich stärker und besser in der Welt positionieren. Institutionen, wie der Deutsch-Französische Wirtschaftsrat, sind essentiell für die Unterstützung des gemeinsamen Projekts. Künftig sollen durch die Einrichtung von gemeinsamen Bürgerfonds, Bürgerinitiativen und  Städtepartnerschaften Begegnungen und Austausch der Bürgerinnen und Bürger unterstützt werden. Hinzu treten die gegenseitige Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen, sowie die Förderung des gegenseitigen Spracherwerbs. Außerdem steht im Vordergrund des Aachener Vertrags insbesondere die Förderung von Innovationen. Um Europa wettbewerbsfähig zu halten, soll eine gemeinsame Innovationsförderung und -finanzierung ins Leben gerufen werden, so Anne-Marie Descôtes. Eine Transferunion lehnte die Botschafterin hingegen entschieden ab.
 
Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die zahlreich erschienenen Bürger über verschiedene Themen, wie Wünsche für die Zukunft für Europa, die besondere Beziehung des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf zur Französischen Republik durch die Maison de France sowie die kommenden Europawahlen. Die Botschaft des Abends ist eindeutig: Die Herausforderungen der Zukunft können Frankreich und Deutschland nur gemeinsam bestreiten. Aus diesem Grund ist eine nähere, schnellere und effektivere Zusammenarbeit essentiell, um an der Idee des gemeinsamen europäischen Projekts festhalten zu können.
 

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